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Facebook Ads für Unternehmen: Ja oder Nein?

Warum es fatal ist, Facebook & Co. als Marketingkanal zu ignorieren.

Längst geht es bei Facebook & Co. um mehr, als nur um Fanpages und Likes. Facebook ist zu einem der bedeutendsten digitalen Marketingkanäle der Welt geworden. Warum? Immer mehr Menschen sind online, das Smartphone ist der tägliche Begleiter und PC oder Laptop sind fast überall präsent.

Kurz um: Unser Verhalten hat sich gewandelt. Während wir früher Printmagazine am Frühstückstisch gelesen haben und Radio auf der Arbeit gehört haben, sind es heutzutage Tablets, IPhones etc. die uns über das Internet mit den neuesten Nachrichten “just-in-time” versorgen und Streaming-Dienste wie Apple Music oder Spotify, die uns genau die Musik liefern die wir hören möchten.

Ähnlich verhält es sich mit den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram usw. Auch dort sind tagtäglich Menschen online. Um genau zu sein: In Deutschland sind mehr als 23 Millionen Menschen am Tag bei Facebook aktiv. Klingt aus Marketingsicht erst einmal nicht schlecht. Noch besser wird es jedoch, wenn man sich anschaut wie sich die Altersgruppen verteilen. Denn anders als oft angenommen, sind nicht nur junge Menschen, sondern alle Altersgruppen (unter 13 Jahren kann man keinen Facebook Account erstellen) bei Facebook angemeldet.

Behält man im Hinterkopf, dass im Facebook-Werbenetzwerk auch Plattformen wie Instagram oder das Audience Network genutzt werden können, ist das Vorurteil “Unsere Zielgruppe ist nicht bei Facebook” definitiv widerlegt.

Bereits jetzt sollte schon klar sein, dass Unternehmen die derzeit noch auf Werbung in Printmagazinen oder womöglich sogar TV setzen, aber bei Facebook keinerlei Marketing betreiben, überdenken sollten, ob diese Budgets nicht besser bei Facebook & Co. aufgehoben sind. Denn einmal abgesehen vom Stand heute, darf nicht vergessen werden, wie sich die Entwicklung fortsetzt. Die digitale Welt wird noch stärker werden – Print, TV und Radio immer schwächer.

Der Unterschied: Heutzutage ist es noch verhältnismäßig günstig digitales Marketing bei Facebook, Instagram und Co. zu betreiben. Das ändert sich sobald die ersten Budgets von großen Marken umgelegt werden. Wer dann nicht bereits eine “Followerschaft” bzw. Bekanntheit über seine Facebook-Präsenz aufgebaut hat, der verliert – oder muss zumindest deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um überhaupt noch aus dem Markt herauszustechen.

Hier braucht man sich nur einmal die Entwicklung von Google AdWords bzw. Google Ads . Desto größer dort die Konkurrenz in den vergangenen Jahren wurde, desto umkämpfter wurden auch die Anzeigenplätze – der CPC (Cost-Per-Click) wird teurer.

Reicht Google als digitaler Marketingkanal?

Apropos Google Ads – oftmals heißt es: “Wir nutzen bereits digitales Marketing – wir schalten Google Ads. Wir brauchen keine Facebook-Werbung.”

An dieser Stelle erst einmal ein Lob, dass überhaupt ein digitaler Marketingkanal berücksichtigt wird. Dennoch zeigt diese Aussage deutlich, dass “digitales Marketing” nicht verstanden wurde.

Sicherlich ist Google ein ausgezeichneter Vertriebskanal. Dies jedoch nur wenn der Nutzer aktiv nach einem Produkt sucht. Also aktiv auf die Suchmaschine zugreift. Das bedeutet, der Bedarf muss erkannt worden sein, das Produkt oder die Dienstleistung muss bekannt sein und eine intrinsische Motivation etwas zu verändern ist bereits vorhanden.

Was nun aber, wenn zwar ein allgemeiner Bedarf da ist, aber dem Nutzer nicht bekannt ist, dass es für den Bedarf ein Produkt oder eine Dienstleistung gibt? Richtig. Es passiert nichts. In genau diesen Fällen unterliegt Google der Macht von Facebook. Effektives Marketing bei Facebook sorgt dafür, dass Impulse hervorgerufen werden, die dafür sorgen, dass dem Nutzer sein Bedarf bewusst wird und gleichzeitig die Motivation zu handeln entsteht.

Ebenso verhält es sich, wenn zwar nach einem Produkt oder eine Dienstleistung gesucht wird – es also bereits Nutzer gibt, die das Produkt oder die Dienstleistung kennen -, aber eben nicht genügend. Kann man mit ein paar Suchenden ein Unternehmen skalieren? Wohl kaum. Auch in diesem Fall müssen Impulse erzeugt werden, die die Nutzer, die den Bedarf noch nicht haben oder das Produkt oder Dienstleistung nicht kennen, zum Handeln bewegen.

Der Grundsatz bleibt also: Man muss ein erst ein Bewusstsein schaffen, bevor Nutzer ein Angebot wahrnehmen. Das ist Marketing. Und dafür hat Facebook nun einmal die größten Voraussetzungen geschaffen.

Als überzeugter Google-Marketer könnte man jetzt das Google Displaynetzwerk in den Raum “schmeißen” und argumentieren, dass dort ebenso die Voraussetzungen geschaffen sind. Sicherlich, besitzt das Google Displaynetzwerk eine extrem große Reichweite. Die Frage die sich jedoch jedes Unternehmen stellen muss, ist die Folgende:

Setzt man auf eine extrem große Reichweite, mit zwangsläufigen Streuverlusten, da die Zielgruppe nicht unbedingt treffsicher erreicht werden kann, oder liefert man Anzeigen zielgenau an die Nutzer aus, bei der ich mir sicher sein kann, dass zumindest das Interesse für das Produkt oder die Dienstleistung vorhanden ist?

Die Synergie aus Google und Facebook macht den Unterschied

Nicht falsch verstehen. Google Ads und das Google Displaynetzwerk haben absolute Berechtigung im digitalen Marketing und sind für uns selber und unsere Kunden ein wichtiges Element. Es darf nur nicht ignoriert werden, dass digitales Marketing auch außerhalb von Google besteht und erhebliche Chancen für die Steigerung von Performance mit sich bringt.

Letztlich ist der ideale Weg eine Synergie aus beiden Internet-Giganten – wir haben hier schließlich die kanalübergreifenden Wiederansprachemöglichkeiten noch gar nicht angesprochen -, um sich für die Zukunft erfolgreich aufzustellen und Unternehmen profitabel zu halten.

 

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